Hier beschreibe ich 85 Stauden aus meinem Garten. Diese Seite ist wegen der Menge der Pflanzenportraits auf 6 Seiten unterteilt.                ➽ Seite 1

Akelei

Aquilegia vulgaris, A. chrysantha, A. caerulea L.
(Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse)

Beschreibung: Giftpflanze, Schnittblume
Vorkommen: Süddeutschland, Österreich, Schweiz
Wuchshöhe: 20 bis 70 cm
Blütenzeit: Mai, Juni
Blütenfarben: vielfarbig
Standort: humos, nährstoffreich, frisch bis feucht
Licht: halbschattig bis sonnig
Vermehrung: Aussaat, samt sich von selbst aus

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Akelei ist eine farbenfrohe, sehr vielgestaltige Staude, die sich selbst gerne aussäht. Nach der Blüte im Mai ziehen die Blätter im Sommer teilweise ein, so dass es schwierig ist, die Horste im Herbst für die Vermehrung zu teilen. Es ist aber sehr einfach, die leicht wachsenden Stauden aus Samen zu ziehen. Hierzu werden die Samen in Töpfe oder Saatschalen ausgesät und nur leicht mit Erde bedeckt. Nach einer Keimzeit von etwa drei Wochen werden die Keimlinge pikiert, um dann Anfang Oktober an ihren entgültigen Standort verpflanzt zu werden.
Ein halbschattiger bis sonniger Standort mit lehmigem, aber kalkarmem Boden ist optimal. Der Boden sollte immer feucht und humos sein. In einem naturgemäßen Beet kann man die Aussaat auch den Stauden selbst überlassen und sich dann im folgenden Frühjahr von den charmanten Blüten überraschen lassen. Der Gattungsname Aquilegia leitet sich wahrscheinlich von dem lateinischen Wort aquila für Adler ab und bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blütensporne mit Adlerkrallen. Möglicherweise stand aber auch das lateinische Wort aquilegium für Wasserbehälter bei der Namensgebung Pate, weil die Kelchblätter der Pflanze eine ähnliche Form aufweisen. Die deutsche Bezeichnung ist aus dem lateinischen hervorgegangen.

Die wilde Akelei (Aquilegia vulgaris) ist in der freien Natur geschützt und steht auf der roten Liste.

Übrigens: alle Akeleiarten sind giftig!

Alpen-Mannstreu

Eryngium planum L.
(Umbelliferae, Apiaceae, Doldenblütler)

Beschreibung: distelähnliche Staude
Herkunft: Zentraleuropa bis Zentralasien
Wuchshöhe: 100 bis 120 cm
Blütenzeit: Juli bis September
Blütenfarben: grün, hellviolett
Standort: sandig, kalkhaltig, nährstoffreich
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat, Wurzelstecklinge

Allgemeines zu Standort und Pflege: Alpen-Mannstreu ist eine sehr attraktive, Trockenheit liebende Staude die in voller Sonne, auf durchlässigen, tiefgründigen Boden ihre volle Schönheit entfaltet. Sie bildet mit einer am Boden bleibenden, dunkelgrünen, weiss geäderten, ledrig glänzenden Blattrosette dichte Horste und ab Juli aufrechte, sich lose verzweigende Blütenstände mit zahlreichen kugelförmigen, blauen Blütenköpfen mit dem typischen Blattkranz. Der matte stahlblaue Glanz der Blüten setzt sich bis in die Stiele fort. Die sehr genügsame Pflanze benötigt so gut wie keine Bewässerung oder Düngung. Der ausdauernde Wurzelstock treibt jedes Frühjahr neu aus. Besonders im Winter wird Staunässe nicht vertragen.

Bei Bienen und Hummeln steht die Edeldistel hoch im Kurs.

Zum Schnitt und zum Trocknen eignet sich die Pflanze gut. Bei beginnender Blaufärbung werden die Blüten für Trockensträusse geschnitten.

Ballonblume

Platycodon grandiflorus (Jacq.) A. DC.
(Campanulaceae, Glockenblumengewächs)

Beschreibung: interessante Glockenblumenart
Herkunft: China, Ostsibirien, Japan
Wuchshöhe: 30 cm
Blütenzeit: Juli bis August
Blütenfarben: blau, weiß, rosa
Standort: durchlässig, humos
Licht: sonnig, halbschattig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Diese Ballonblume ist mit ihren sternförmigen, leuchtend blauen, weissen oder rosa Blüten, von Juli bis August, ein attraktiver Blickfang im Garten. Die etwa 30 cm hoch aufrecht wachsende Staude gedeiht am besten in sonniger bis halbschattiger Lage auf gut durchlässigen, humosen Böden. Bei stauender Nässe faulen die fleischigen Wurzeln.

Tipps zur Aussaat: in kleine Töpfe oder in Schalen werden zwei bis drei Samenkörner gelegt und samendick mit Erde bedeckt, angedrückt und feucht gehalten. Bei zeitiger Aussaat im Frühjahr blüht die Pflanze im ersten Jahr.

Wenn ballonartigen Knospen noch geschlossen, aber schon gefärbt sind, kann man die Ballonblume als Schnittblumen verwenden.

Garten-Bambus

Fargesia murielae (Gamble) T.P.Yi
(Poaceae, Gramineae, Gräser)

Beschreibung: dekorative Gartenpflanze
Herkunft: China
Wuchshöhe: 200 bis 300
Blütenzeit: etwa alle 80 bis 100 Jahre
Blütenfarben: --
Standort: feucht, durchlässig, nährstoffreich
Licht: halbschattig
Vermehrung: TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.


Allgemeines zu Standort und Pflege: Der am häufigsten gepflanzte Gartenbambus in Europa ist Fargesia, der allgemein anspruchslos ist und auf jedem Boden wächst. Bambus liebt feuchten Boden, verträgt aber keine Staunässe, dazu sollte man den Boden lockern und gegebenenfalls eine Drainage legen. An sehr trockenen Standort empfiehlt sich nach Bedarf eine Bewässerung. In sehr langen Abständen (etwa 80 bis 100 Jahre) blüht der Gartenbambus. Dann blühen auf der ganzen Welt alle Pflanzen innerhalb einer kurzen Phase (zuletzt 1995 bis 1996) und sterben ab. Nach der Blüte wird sehr viel Saat abgeworfen. Diese Samen können ausgesät werden und damit eine neue Fargesia-Generation gewonnen werden. Fargesia wird üblicherweise im zeitigen Frühjahr oder im frühen Herbst durch Teilung vermehrt. An jedem neuen Pflanzenteil sollten ausreichend Wurzeln und 3 bis 4 Triebe verbleiben. Um starke Verdunstung zu vermeiden, können die Triebe mit einer Pflanzenschere um ein Drittel gekürzt werden. Strenge Fröste schaden dem Bambus nicht, da er bis minus 22°C Grad verkraften kann.

Bartfaden

Penstemon hartwegii, P. barbatus Mitch.
(Scrophulariaceae, Rachenblütler)

Beschreibung: ausdauernd-langblühend
Herkunft: USA, Mexiko
Wuchshöhe: 40 bis 75 cm
Blütenzeit: Juni bis Oktober
Blütenfarben: weiss, rosa, scharlachrot, lila
Standort: humusreich, fruchtbar, durchlässig, warm
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat, Kopfstecklinge

Allgemeines zu Standort und Pflege: Der Bartfaden zeigt seine ganze Blütenpracht der trichterförmigen Glockenblüten von Weiss über Scharlachrot bis zum Lila mit hellem Schlund nur an einem sonnigen, warmen Platz. Für eine bis in den Herbst anhaltende Blütenfolge entfernt man regelmäßig die Samenkapseln entlang des Blütenstiels. In humosen, nährstoffreichen und durchlässigen Boden gedeiht die Pflanze gut, sie darf nicht zu feucht gehalten werden. Da der Bartfaden nicht ganz winterhart ist, benötigt die Pflanze einen leichten Reisigschutz. Die Vermehrung erfolgt durch Samen und Kopfstecklinge. Im Spätsommer weden die Stecklinge von reichblühenden Pflanzen geschnitten. Im Haus können die Jungpflanzen der im Herbst geschnittenen Stecklinge hell und kühl überwintern. Die Aussaat erfolgt ab Februar bis März in Saatschalen. Mitte Mai werden die pikierten Pflanzen ausgepflanzt.

Der Bartfaden ist eine gute Schnittblume, wenn 2/3 der Blüten geöffnet sind, kann man sie für die Vase schneiden.

Bergflockenblume

Centaurea montana Costa
(Asteraceae, Compositae, Korbblütengewächse)

Beschreibung: kornblumenähnlichen Blüte
Vorkommen: von den Pyrenäen bis zu den Karpaten
Wuchshöhe: 40 bis 60 cm
Blütenzeit: Mai bis Juli
Blütenfarben: blau
Standort: humos, nährstoffreich, frisch
Licht: sonnig bis halbschattig
Vermehrung: Wurzelschnittlinge, TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.


Allgemeines zu Standort und Pflege: Die kompakte, aus Armenien stammende, blaue Berg- oder Alpenflockenblume mit ihren attraktiven, großen Blütenköpfen setzt schon früh im Jahr leuchtendblaue Farbtupfer in die Staudenrabatte. Die Pflanze bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte mit nährstoffreichem Boden, sie gibt sich aber mit jedem Boden zufrieden. Fast alle Flocken- oder Kornblumen haben Wildcharakter und eignen sich daher am besten für naturnahe Gärten. Die Bergflockenblume wird ca. 40 cm hoch. Abgeblühtes sollte man bald abschneiden. Im Herbst kommt es zu einer Nachblüte.

Die Vermehrung erfolgt bei den mehrjährigen Pflanzen durch Teilung. Bei einigen Arten ist auch Aussaat möglich.

Die lange Haltbarkeit der Blüten, macht sie zu einer wertvollen Schnittblume.

Bergenie

Bergenia Moench
(Saxifragaceae, Steinbrechgewächse)

Beschreibung: anspruchlos, immergrün
Herkunft: Himalaja, Altai-Gebirge
Wuchshöhe: 30 bis 50 cm
Blütenzeit: April bis Mai
Blütenfarben: rosa, rot, weiß
Standort: nährstoffreich, durchlässig, feucht
Licht: sonnig bis schattig
Vermehrung: TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.


Allgemeines zu Standort und Pflege: Die unverwüstliche Bergenie fällt im April bis Mai durch ihre hochaufragenden grossen rosa, weissen oder roten Blüten (Trugdolden) auf. Ihre grossen, einfachen, ledrigen, wintergrünen Blätter breiten sich flach auf dem Boden aus. Die genügsame Pflanze stellt keine besonderen Ansprüche an ihren Standort. Sie fühlt in der Sonne, bei ausreichender Feuchtigkeit, sowie im Schatten wohl. Verwelkte Blätter werden kurz vor dem neuen Austrieb entfernt. Durch Teilung im Frühjahr kann man die Bergenie vermehren. Auf trockenem, sandigem Boden bekommen die Blätter eine schöne rote Herbstfärbung.

Blaukissen

Aubrieta deltoides (L.) DC.
(Kreuzblütler)

Beschreibung: Polsterstaude
Herkunft: Mittelmeerraum
Wuchshöhe: 10 cm
Blütenzeit: April bis Mai
Blütenfarben: violett-blau
Standort: kalkliebend
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Das Blaukissen gehört zur Pflanzenfamilie der Kreuzblütler. Die beliebte immergrüne Polsterpflanze ist aus unseren Gärten nicht mehr wegzudenken. Das Blaukissen ist eine schnell wachsende Polsterstaude, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt.
Blaukissen eignen sich für den Steingarten, Pflanzsteine und Rabatten. Schnell bedeckt die Pflanze große Flächen oder bildet lange herabhängende Kaskaden. Man kann mit ihr auch sehr schön Wege einfassen. Die flachen Polster sind von Anfang April bis Ende Mai mit leuchtend blauen Blüten völlig bedeckt. Die Polsterstaudehat mit den immergrünen Blättern liebt einen sonnigen Standort im sandig-lehmigen, durchlässigen, nahrhaften Boden, Kalkgehalt ist notwendig. Blaukissen sollte man im Frühjahr düngen und bei anhaltender Trockenheit giessen, da die Polster sonst gelb werden, aber keine ständige Nässe. Der Boden muss locker und durchlässig sein. Gute Nachbarn sind frühe Blumenzwiebeln und andere Polsterstauden. In Kombination mit Schleifenblume, Gänsekresse oder Steinkraut (Alyssum saxatile) ist Blaukissen ein attraktiver Blickfang. Aubrieta im Winter nicht abdecken, da Pilzgefahr besteht. Ein Rückschnitt der Polster nach der Blüte fördert das Wachstum und die Blütenfülle.

Blaukissen ist ein guter Nektarspender für Schmetterlinge, Schwebfliegen usw.

Die Pflanze ist nach dem französischem Blumenmaler Claude Aubriet benannt.

Blutweiderich

Lythrum salicaria L.
(Lythraceae, Blutweiderichgewächse)

Beschreibung: mehrjährige, krautige Staude
Herkunft: Europa, Nordasien
Wuchshöhe: 80 bis 150 cm
Blütenzeit: Juni bis September
Blütenfarben: purpurrot
Standort: frisch bis feucht, mässig nährstoffreich
Licht: sonnig bis halbschattig
Vermehrung: Aussaat, TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.


Allgemeines zu Standort und Pflege: Der Blutweiderich mit seinen kräftig purpurnen Blütenständen gehört zu dem leuchtenden Blickfang an einem feuchten Standort im Garten oder der Uferregion am Gartenteich. Die Pflanze breitet sich langsam aus und bildet an zusagendem Standort stattliche Exemplare aus, die in Ausnahmefällen bis zu zwei Meter hoch und 1,5 Meter breit werden, sie kann bis zu 50 aufrechte Stängel aus einer Wurzel hervorbringen. Der Blutweiderich ist auch für kleinere Gartenteiche geeignet, er besitzt eine wasserreinigende Wirkung.

Lythrum salicaria wird gern von Schwebfliegen, Bienen und Schmetterlingen besucht.

Der Blutweiderich ist eine dauerhafte Schnittblume, die für Wildblumensträusse geeignet ist.


Buschwindröschen

Anemone nemorosa L.
(Ranunculaceae, Hahnenfussgewächse)

Beschreibung: früh blühende Waldpflanze
Herkunft: Europa, Asien, Nordamerika
Wuchshöhe: 10 bis 25 cm
Blütenzeit: März bis Mai
Blütenfarben: wei?, gelb
Standort: nährstoffreich, frisch, mässig sauer, humos
Licht: leicht schattig
Vermehrung: Selbstaussaat, TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.


Allgemeines zu Standort und Pflege: Ab März zeigt das zu den ersten Frühlingsboten zählende Buschwindröschen die strahlend weissen Sternblüten mit leuchtend gelben Staubfäden über den geteilten dunkelgrünen Blättern. Dann bedeckt es weite Flächen. Der rhizomähnliche Wurzelstock wird in humusreichen Boden im Herbst etwa 5 cm tief, an leicht schattigen Standort eingepflanzt. An ungestörten Plätzen im Garten, unter Gehölzen gedeiht das Buschwindröschen am besten. Für die genügsame Wildpflanze ist gelegentliche Humusgabe ausreichend, jede bodenbearbeitende Maßnahme stört die Pflanze. Nach der Blüte ziehen die Blätter ein und von der Pflanze ist dann bis zum nächsten Frühjahr nichts mehr zu sehen. Ameisen, die von Lock- und Nährstoffen angelockt werden, sorgen für die Verbreitung der Samen. Durch Teilung der rhizomähnlichen Wurzeln kann die Pflanze vermehrt werden.

Das Buschwindröschen ist in sämtlichen Pflanzenteilen giftig. Symptome einer Vergiftung sind Hautreizungen, Magen-Darm-Reizung und Nierenschädigung.




Das Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides L.) bildet, im Gegensatz zum einblütigen Buschwindröschen, bis zu drei Blüten pro Pflanze. Die Pflanze ist auch seltener zu finden.

Chinaschilf

Miscanthus sinensis
(Poaceae, Süßgräser)

Beschreibung: ausdauerndes Riesengras
Herkunft: Asien
Wuchshöhe: bis 2,50 m
Blütenzeit: September
Blütenfarben: rötlich-silbrig
Standort: feucht, nahrhaft, humos, lehmig
Licht: sonnig, halbschattig
Vermehrung: Rhizomteilung

Allgemeines zu Standort und Pflege: Das absolut winterharte Chinaschilf wirkt durch seine Wuchshöhe und die im September erscheinenden, rötlich-silbrigen Blütenrispen beeindruckend. Die im Frühjahr (März/April) aus einem unterirdischen Rhizomsystem neu austreibenden, geblätterten Halme sterben im Herbst ab und erhalten dadurch eine prächtige, ockergelbe Herbstfärbung. Die alten Stiele werden im zeitigen Frühjahr bis kurz über dem Boden zurückgeschnitten.

Die Vermehrung erfolgt durch Rhizomteilung. Nach dem letzten Spätfrost wird sobald wie möglich ausgepflanzt, denn die Dauer der Vegetationsperiode hat massgeblichen Einfluss auf die spätere Einlagerung von Reservestoffen und damit auf die Überwinterung der Pflanze.

Kopfüber zum trocknen aufgehängt, lassen sich die Blütenrispen für Trockensträusse verwenden.

Das Gras findet vielfache Verwendung in der Industrie.

Waldrebe, Clematis

Clematis L.
(Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse)

Beschreibung: Klettergehölz, Schlingpflanze
Vorkommen: auf der ganzen Welt
Wuchshöhe: 2 bis 6 m hoch, rankend
Blütenzeit: Mai bis September
Blütenfarben: weiß, rosa, rot, blau, violett, purpur
Standort: sonnig bis halbschattig
Licht: halbschattig bis sonnig
Vermehrung: durch Veredelung

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Clematis gehört zu den allerschönsten Kletterern überhaupt. Von allen Kletterpflanzen im Garten bringt die Clematis die größten Blüten hervor, zumindest die großblumigen Hybridsorten. Die vielen Arten und Sorten der Waldrebe sorgen von Frühling bis Herbst für Blütenpracht. Die Clematis stellt jedoch einige Ansprüche an Standort und Pflege: unten im Boden kühl und feucht, oben verträgt sie volle Sonne, einen nahrhaften, kalkhaltigen, durchlässigen Boden, der vor der Pflanzung möglichst mit Lauberde verbessert werden soll. Die Pflanze ist besonders zum Beranken von Spalieren, Rosenbögen und Zäunen geeignet. Pflanzen kann man Clematis das ganze Jahr, etwa 5 Zentimeter tiefer in den Boden, als im gekauften Topf und den Fuß der Pflanze immer mit Mulch bedecken. Unerlässlich ist eine Kletterhilfe, um die sich die Stiele der Blätter nach oben ranken können. Die Pflanzen halten sich mit ihren Blattranken an Pergolen und Drähten fest. Wildarten wie Alpen-Waldrebe und Berg-Waldrebe brauchen keinen Schnitt. Abgestorbene oder schwache Triebe werden sofort nach der Blüte im Frühjahr entfernt. Die meisten frühblühenden Clematis-Hybriden werden in der Zeit von November bis Februar um 10 bis 20 Zentimeter (bis zu einer Blattachselknospe) zurückgeschnitten. Spät blühende Clematis ebenfalls im Winter bis auf 20 Zentimeter über dem Boden zurückschneiden. Die silbrig-weißen, fedrigen Samenbüschel der Clematis sind sehr attraktiv.
Eine gefürchtete Krankheit, ist die Clematis-Welke. Dabei handelt es sich um einen Pilz, der unterirdisch an die Pflanze geht und diese innerhalb von 24 Stunden zum Absterben bringt. Hybriden sind bei Bodentrockenheit anfällig.

Dreimasterblume

Tradescantia virginiana L.
(Commelinaceae, Tradeskantiengewächs)

Beschreibung: horstbildende, buschige Staude
Herkunft: Nordamerika
Wuchshöhe: 40 bis 60 cm
Blütenzeit: Juni bis August
Blütenfarben: blau, violett, rot, rosa, weiß
Standort: nährstoffreich, feucht bis nass
Licht: sonnig, halbschattig
Vermehrung: Aussaat (säht sich selbst aus), TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.


Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Dreimasterblume mit ihren dreistrahligen Blüten, die vom Frühsommer bis in den Herbst blühen, kommt aus Nordamerika. Die lange Blütezeit der Dreimasterblume ist sehr beeindruckend, auch wenn die Einzelblüten an einem heißen Sommertag meist nur einen halben Tag lang geöffnet sind, sie werden aber laufend durch neue ersetzt. Sie kann sich über den ganzen Sommer hinziehen, wenn das Verblühte sofort abgeschnitten wird. Die Tradeskantie ist eine horstbildende, buschige Staude mit schmalen lanzettlichen 15-30cm langen Blättern. Die leuchtend violetten, blauen, weissen, rosa oder roten dreiblättrigen Blütenbüschel sind immer von zwei blattähnlichen Hochblättern umgeben. Die Pflanze wird 40 bis 60 cm hoch. Die Staude steht gern in einem humusreichen, fruchtbaren und durchlässigen Boden. Sie liebt einen etwas absonnigen feuchten Platz. Die fleischigen Triebe werden im Herbst zurückgeschnitten. Die Vermehrung erfolgt durch Teilung des Wurzelballens im Frühjahr. Man sollte der Pflanze auch eine Stützte geben, damit die weichen Stängel nicht auseinanderfallen.

Eisenhut

Aconitum napellus L.
(Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse)

Beschreibung: Giftpflanze, gute Schnittblume
Vorkommen: Alpen, Mittelgebirge Europas
Wuchshöhe: 50 bis 150 cm
Blütenzeit: Juni bis August
Blütenfarben: blau
Standort: locker, humusreich und feucht
Licht: wechselsonnig, schattig
Vermehrung: Aussaat, TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.


Allgemeines zu Standort und Pflege: Der Blaue Eisenhut, ein ausdauerndes, bis zu 150 cm hohes Hahnenfussgewächs aus Mittel- und Westeuropa, bevorzugt frische, nährstoffreiche Böden in halbschattiger Lage. Die Staude bildet starke Horste und erfreut auch nach Jahren durch die von Juni bis September reichende Blütenpracht.

Der Eisenhut ist eine der giftigsten Pflanzen Europas. Er enthält das stark wirksame Alkaloid Aconit vorwiegend in den Knollen, aber auch in der ganzen Pflanze. Das Gift ist in der Lage durch die Haut einzudringen. Wenige Gramm der Pflanze (entsprechend 3 - 6 mg Aconitin) können für einen Erwachsenen tödlich wirken.

Die Pflanze verdankt ihren Namen dem oberen Blütenhüllblatt, das sich helmartig über die Blüte stülpt.

Fetthenne

Sedum spectabile Bor.
(Crassulaceae, Dickblattgewächs)

Beschreibung: ausdauernd, anspruchlos
Herkunft: Europa, Asien
Wuchshöhe: 40 bis 60 cm
Blütenzeit: August
Blütenfarben: rosa, weiß
Standort: durchlässig, sandig-lehmig
Licht: sonnig bis halbschattig
Vermehrung: Stecklinge, TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.


Allgemeines zu Standort und Pflege: Die genügsame Fetthenne ist eine winterharte, im Spätsommer und Herbst rosa- bis purpurrot blühende Gartenpflanze. Der Standort muss vollsonnig sein. Die Pflanze verträgt viel Wärmeund übersteht auch Durststrecken. Sie gedeiht in durchlässigem, sandig-kiesigem oder sandig-lehmigem, wenig gedüngtem Boden. Die Fetthenne ist ein prächtiger Herbstblüher, der einheimischen Insekten als Nahrungsquelle dient. Die Dolden der Fetthenne schmücken sich von Spätsommer bis Herbst mit Rosa, Purpurrot oder grünlichem Weiss. Die Blätter sind meist kräftig grün. Die sukkulenten Sedum-Arten haben fleischig verdickte Blätter, die als wasserspeichernde Organe dienen.

Im Frühjahr oder Herbst wird die Pflanze durch teilen des Wurzelstocks oder Stecklinge vermehrt. Alle Sedum-Arten bewurzeln leicht und schnell durch kurze Teilstücke, so auch nur über einzelne Blätter.

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